Vortrag

Titel:
Technik ist nicht alles: Komponenten, Entwicklungsprozesse und Projektmanagement

Session:
Projektführung

Datum und Uhrzeit:
6. Juni 2007 von 14:00 bis 14:30 Uhr

Beschreibung:
Eine komponentenbasierte oder serviceorientierte Anwendungsentwicklung ist mehr als die Diskussion über Webservices, SOAP oder ESBs. Sie erfordert eine auf die übrigen Aspekte der Informationsarchitektur abgestimmte Gestaltung der Entwicklungsprozesse und deren Abbildung auf entsprechende organisatorische Strukturen.

Im Rahmen einer komponenten- oder serviceorientierten Vorgehensweise sind bestehende Prozesse und Rollen neu zu gewichten bzw. neue zu berücksichtigen. Hierzu zählen der Softwareentwicklungsprozess selbst aber auch Prozesse wie das Testmanagement, das Projektmanagement oder das Softwareproduktmanagement.

Der Prozess der Anwendungserstellung durch Montage der Anwendung aus Komponenten kann durch die Trennung von Spezifikation und Implementierung entzerrt und parallelisiert werden. In Verbindung mit einer angestrebten hohen Wiederverwendung von Komponenten verspricht insbesondere diese Parallelisierung der Entwicklungszyklen eine Reduktion von Zeit und Kosten bei der Bereitstellung von IT-Lösungen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse. Interfaces oder Services werden damit zu Elementen der Anforderungsanalyse und Spezifikation und sind damit notwendige Voraussetzung für die interne oder externe Vergabe von Entwicklungsaufträgen oder die Suche nach am Markt verfügbaren Komponenten oder Services.

Eine komponentenbasierte oder servicebasierte Informationsarchitektur zielt damit nicht nur auf eine Steigerung der Effektivität und Effizienz des eigenen IT-Bereichs, sondern erleichtert die Einbindung externer Partner bzw. das Outsourcing von Teilen der Anwendungs- und Komponentenentwicklung. Dabei kann es hilfreich sein, die Komponentensicht auch auf die Entwicklungspartner anzuwenden, d.h. die Einheiten definieren ihre Rolle und ihr Leistungsspektrum im Sinne von Interfaces. Die Art und Weise, wie die Einheit die von ihr angebotenen Leistungen erbringt, liegt in der Eigenverantwortung der Organisationseinheit. Auf der anderen Seite steigt die Komplexität im Projektmanagement einer verteilten Projektorganisation und die Liefertermine der internen oder externen Entwicklungspartner sind mit der Iterationsplanung in Einklang zu bringen. Auch das Softwareproduktmanagement ist ungleich ungleich komplexer, da nicht mehr nur die Lebenszyklen kompletter Anwendungen aufeinander abgestimmt werden müssen, sondern mit Komponenten die Lebenszyklen kleinerer Einheiten für ein zunehmend heterogenes Umfeld.


Referent:

Dr. Frank Noack: Nach dem Informatik-Studium war er zunächst mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Dortmund tätig und promovierte in dieser Zeit zum Dr. rer.nat. Seitdem hat er in verschiedenen Unternehmen umfangreiche Erfahrung im Bereich der Anwendungsentwicklung und des Projektmanagements gesammelt. Im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit bei der R+V Versicherung im Bereich Informationsmanagement lagen die Schwerpunkte in der Gestaltung und Einführung modellbasierter Vorgehensweisen in der Anwendungsentwicklung und deren Weiterentwicklung hin zu anforderungs- und architekturgetriebenen Vorgehensweisen. In 2000 wechselte er zur SYRACOM wo er mittlerweile als Principal Consultant verantwortlich ist für Methoden und Verfahren insbesondere im Bereich Software Engineering. Er verfügt über langjährige Projekterfahrung u.a. in großen, auch internationalen Projekten. Er ist darüber hinaus verantwortlich für das Schulungs- und Coachingangebot der SYRACOM im Bereich Projektmanagement basierend auf dem Standard des Project Management Institute (PMI). Er selbst ist gemäß PMI zertifiziert als Project Management Professional (PMP).


Vortragsfolien:

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