Vortrag

Titel:
Software Factories – Software vom Fließband?

Session:
Systementwicklung

Datum und Uhrzeit:
5. Juni 2007 von 15:00 bis 15:30 Uhr

Beschreibung:
Die richtige Auswahl und Zusammenstellung geeigneter Vorgehensmodelle, Methodiken, Technologien, Architekturen und Werkzeuge ist eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiche Softwareentwicklungsprojekte. Dass man in diesem Zusammenhang nicht jedes Mal das Rad aufs Neue erfinden muss zeigt die Methode der „Software Factories”.

„Software Factories” ist Microsofts Vision von der Software-Entwicklungsumgebung der Zukunft. Grundsätzlich soll die Produktivität und Qualität der Softwareentwicklung durch eine Ausrichtung des Abstraktionsniveaus an der fachlichen Domäne sowie hochgradige Automatisierung und Wiederverwendung erhöht werden. Konkret wird die Implementierung von organisations- oder branchenspezifischen Software-Produktionsumgebungen propagiert.

Eine „Software Factory” ist eine domänen-spezifische Produktions-Umgebung für die Erstellung einer Vielzahl unterschiedlicher aber ähnlicher Anwendungen (auch „Produktlinie” genannt). Hierzu wird die modell-getriebene Software-Entwicklung unter Nutzung von domänen-spezifischen Modellierungssprachen (d.h. „domain specific languages”) mit der sogenannten „aktiven Anleitung” (d.h. &dquo;active guidance”) von Entwicklern kombiniert. Des Weiteren werden interessante Ansätze zur Verwendung von Frameworks und der Wiederverwendung von Komponenten vorgeschlagen.

Die ausgeprägte Verwendung von domänen-spezifischen Sprachen und Generatoren im Rahmen einer „Software Factory” soll das Abstraktionsniveau erhöhen und insbesondere die Einstiegshürde für die Verwendung moderner Software-Technologien und Architekturen verringern. Das Microsoft hier keinen etablierten Standard, wie die UML oder MDA, propagiert, erscheint auf den ersten Blick wenig überraschend. Vielleicht ist das aber auch das nach außen sichtbare Resultat eines komplett anderen Verständnisses über den Einsatzzweck von Modellen in der Softwareentwicklung?

Der Vortrag führt das Konzept ein, stellt verfügbare „Software Factories” sowie Werkzeuge vor und diskutiert die Chancen, Risiken, Schwächen und Gefahren des Ansatzes. Darüber hinaus werden Alternativen für die Implementierung von „Software Factories” unter Nutzung von Open-Source-Werkzeugen (z.B. Eclipse) vorgestellt.


Referent:

Dr. Ing. Torsten Lodderstedt ist als Senior-Berater und IT-Architekt bei der Syracom Systems AG in Wiesbaden tätig. Seine Schwerpunkte sind Software-Entwicklungs-Methoden, Software-Architekturen, Sicherheit und Unternehmens-Architektur-Management.

Seit dem Abschluss seines Informatik-Studiums an der Technischen Universität Dresden ist Herr Dr. Lodderstedt als Berater und Trainer im Bereich der Entwicklung von Mehrschicht-Systemen auf der Basis von CORBA und J2EE tätig, in vielen Projekten auch unter Einsatz modellbasierter und generativer Entwicklungs-Techniken. Zwischenzeitlich war er einige Jahre leitender Entwickler in der Entwicklung des MDA-Produkts „ArcStyler”. In dieser Zeit hat er auch an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum Thema modellgetriebener Entwicklung sicherer Informationssysteme promoviert.


Vortragsfolien:

Teilnehmer der Konferenz können die PDF Folien zu diesem Vortrag herunterladen. Bitte verwenden Sie dazu die Ihnen per Email zugesandte Benutzerkennung. Sollten Sie noch keine Email von uns erhalten haben, so wenden Sie sich bitte an orga@see-conf.de.


 

©2007 4Soft GmbH - http://www.4soft.de